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Fallkonferenz (Beinahe-) Zwischenfälle im Notarztdienst
Crew Resource Management

Foto Bundespolizei

Im ersten Teil der Veranstaltung besprechen wir Fallbeispiele mit (Beinahe-) Zwischenfällen im Notarztdienst. Die Umstände, die zu Zwischenfällen und Beinahe-Zwischenfällen führen beleuchten wir im zweiten Teil der Fortbildung genauer.

„Fehler sind dazu da, aus ihnen zu lernen und zu verhindern, dass derselbe Fehler erneut auftritt“. Während man dieses in der Luftfahrt bereits Ende der 70er Jahre erkannt hat ist es in der Medizin offensichtlich bis heute noch schwierig. Es wird eher nach einem „Schuldigen“ gesucht anstatt nach Ursachen zu forschen, die das Entstehen eines Fehlers überhaupt erst ermöglichen.

Es gilt jedoch inzwischen als gesichert, dass 70% aller Zwischenfälle ihre Ursache nicht im mangelndem medizinischem Fachwissen haben sondern im Bereich der sogenannten „Human Factors“ (Teamfähigkeit, Situation Awareness, Entscheidungsfindung unter Zeitdruck, etc.) sowie in latenten Systemfehlern also in den Rahmenbedingungen unter denen gearbeitet wird.

Menschliches Versagen entsteht zumeist durch die Verkettung mehrerer dieser Faktoren, die einen Fehler erst zulassen. Es gilt diese Einzelfaktoren herauszufinden und zu Minimieren um so das Entstehen eines Fehlers zu verhindern. Dazu gehört es ebenfalls, zu akzeptieren, dass es diese Faktoren gibt. Auch in der Medizin sollte eine angemessene Fehlerkultur die sogenannte „Culture of blame“ ersetzen.


Termin:
Mittwoch 12. Dezember 2018 18:00 bis 20:30 Uhr



Veranstaltungsort:
Feuer- und Rettungswache Königswinter - Ausbildungsraum
Bahnhofstr. 45
53639 Königswinter


ACHTUNG: Veranstaltungsort ist KÖNIGSWINTER (Link zu Google-Maps)


Referenten:
Dr. Martin Schiffarth
Oberarzt Anästhesie, Ärztlicher Leiter Notarztstandort Adenau, LNA im Kreis Ahrweiler,
Leitender Hubschrauberarzt Air Rescue Nürburgring

André Schmitz
Facharzt für Anästhesie und Notfallmedizin
Klinik für Anästhesie, Intensiv-, Notfallmedizin und Schmerztherapie am Krankenhaus Düren
und Notarztdienst am St. Josef Hospital Troisdorf


Die Anerkennung der Veranstaltung für das Fortbildungszertifikat ist bei der Ärztekammer Nordrhein beantragt und sie kann nach § 5 RettG NRW anerkannt werden.


Flyer:
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Ärztekammer lässt Fachkunde Rettungsdienst auslaufen
Am 10. März 2018 hat die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein beschlossen, dass zur Steigerung der präklinischen Versorgungsqualität die Zusatz-Weiterbildung Notfallmedizin als notwendige Vorraussetzung für den Einsatz als Notärztin/Notarzt eingeführt wird. Die Fachkunde Rettungsdienst wird von der Ärztekammer Nordrhein ab dem 01. Januar 2019 nicht mehr erteilt. Inhaber der Fachkunde Rettungsdienst können gemäß Rettungsdienstgesetz NRW (RettG NRW) weiterhin in Nordrhein-Westfalen als Notarzt tätig werden.
Die "Fachkunde Rettungsdienst" als Voraussetzung für den Notarztdienst ist über 30 Jahre alt und hat sich seitdem kaum verändert. Die Bundesärztekammer (BÄK) empfahl am 16.9.1983 den Landesärztekammern, ab 1984 einen "Fachkundenachweis Rettungsdienst‘" einzuführen. In den folgenden Jahren wurde diese Empfehlung von allen Landesärztekammern umgesetzt. Die "Zusatzbezeichnung Notfallmedizin" wurde 2003 durch den deutschen Ärztetag in die Musterweiterbildungsordnung eingeführt.
Die Anforderungen an den Notarztdienst sind ständig gestiegen. Die DIN schreibt unter anderem ein 12-Kanal-EKG und ein Intensivbeatmungsgerät mit der Möglichkeit zur nichtinvasiven Beatmung (NIV) auf dem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) vor. Eigentlich dürfte die Ausbildung in diese Techniken für Noztärztinnen und Notärzte kein wirkliches Problem darstellen, denn in der Weiterbildungsordnung ist in allen notfallmedizinisch relevanten Gebieten mindestens ein halbes Jahr Tätigkeit auf einer Intensivstation vorgeschrieben.
In den meisten Bundesländern ist inzwischen die Zusatzbezeichnung Vorraussetzung für die Tätigkeit im Notarztdienst. In NRW und Rheinland-Pfalz ist noch die alte Fachkunde ausreichend.
Den Wortlaut der Entschließungen der Kammerversammlung vom 10. März 2018 finden Sie hier



Fortbildungspflicht auch für Notärzte (§5 RettG NRW)
Für nichtärztliches Rettungsdienstpersonal besteht in NRW schon seit längerem eine Fortbildungspflicht von mindestens 30 Sunden im Jahr. Mit der Novellierung des Rettungsdienstgesetzes in Nordrhein Westfalen (RettG NRW) im März 2015  sind nun auch Notärztinnen und Notärzte gesetzlich zur fachspezifischen Fortbildung im Rettungsdienst verpflichtet.  Inhalt und Umfang der Fortbildungspflicht sollen laut §5 RettG NRW die Ärztekammern regeln, dieses ist im Frühjahr 2016 geschehen. Die im Rettungsdienst tätigen Ärztinnen und Ärzte müssen in einem Zweijahreszeitraum mindestens 20 Fortbildungspunkte nachweisen um in Nordrhein-Westfalen als Notärztin/Notarzt tätig sein zu dürfen. Der erste Zweijahreszeitraum endete im April 2018. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter folgenden Link:

Artikel aus dem Rheinischen Ärzteblatt zur Fortbildungspflicht für Notärzte (PDF-Format)

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