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Fortbildung
Neurologische, Neurochirurgische und (Neuro)endokrinologische Notfälle im Notarztdienst

Foto Bundespolizei

Krampfanfälle, Bewusstseinsstörungen und akute neurologische Defizite sind häufige Leitsymptome dieser Krankheitsbilder. Nicht immer sind die Symptome eindeutig zuzuordnen und ein rasches wie auch zielgerichtetes Handeln ist gefragt. GCS und FAST-Schema helfen dabei, das nichts übersehen wird, und mit einer strukturierten Untersuchung lassen sich auch latente Störungen herausfinden. Manche lebensbedrohlichen Syndrome bieten jedoch nur wenig spezifische Symptome. Hier muss der Notarzt entscheiden: „Soll ich den Patienten doch lieber in einem Zentrum vorstellen oder reicht eine Klinik der Grundversorgung aus?“ Wir werden versuchen diese Fragen auf Grundlage der aktuellen Studienlage zu beantworten. Insbesondere betrifft dies den Hirninfarkt, Thrombektomiezentren sind rar. Das neurologische Syndrom kann die Zuordnung erleichtern und so zu einer sinnvolleren Zuweisung beitragen.

Doch nicht nur diese Notfälle sind Thema des Fortbildungsabends, wir beschäftigen uns auch mit selteneren lebensbedrohlichen Krankheitsbildern, wie zum Beispiel die Addison-Krise oder Thyreotoxikose, die erkannt und sofort notärztlich behandelt werden müssen.


Termin:
Mittwoch 22. Mai 2019 18:00 bis 20:30 Uhr



Veranstaltungsort:
Feuer- und Rettungswache Königswinter - Ausbildungsraum
Bahnhofstr. 45
53639 Königswinter


ACHTUNG: Veranstaltungsort ist KÖNIGSWINTER (Link zu Google-Maps)


Referent:
Dr. Frederic Mack
Oberarzt in der Abteilung für Neurologie, GFO Kliniken Troisdorf - Betriebsstätte St. Johannes Sieglar


Die Anerkennung der Veranstaltung für das Fortbildungszertifikat ist bei der Ärztekammer Nordrhein beantragt und sie kann nach § 5 RettG NRW anerkannt werden.


Flyer:
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Ärztekammer lässt Fachkunde Rettungsdienst auslaufen
Am 10. März 2018 hat die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein beschlossen, dass zur Steigerung der präklinischen Versorgungsqualität die Zusatz-Weiterbildung Notfallmedizin als notwendige Vorraussetzung für den Einsatz als Notärztin/Notarzt eingeführt wird. Die Fachkunde Rettungsdienst wird von der Ärztekammer Nordrhein ab dem 01. Januar 2019 nicht mehr erteilt. Inhaber der Fachkunde Rettungsdienst können gemäß Rettungsdienstgesetz NRW (RettG NRW) weiterhin in Nordrhein-Westfalen als Notarzt tätig werden.
Die "Fachkunde Rettungsdienst" als Voraussetzung für den Notarztdienst ist über 30 Jahre alt und hat sich seitdem kaum verändert. Die Bundesärztekammer (BÄK) empfahl am 16.9.1983 den Landesärztekammern, ab 1984 einen "Fachkundenachweis Rettungsdienst‘" einzuführen. In den folgenden Jahren wurde diese Empfehlung von allen Landesärztekammern umgesetzt. Die "Zusatzbezeichnung Notfallmedizin" wurde 2003 durch den deutschen Ärztetag in die Musterweiterbildungsordnung eingeführt.
Die Anforderungen an den Notarztdienst sind ständig gestiegen. Die DIN schreibt unter anderem ein 12-Kanal-EKG und ein Intensivbeatmungsgerät mit der Möglichkeit zur nichtinvasiven Beatmung (NIV) auf dem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) vor. Eigentlich dürfte die Ausbildung in diese Techniken für Noztärztinnen und Notärzte kein wirkliches Problem darstellen, denn in der Weiterbildungsordnung ist in allen notfallmedizinisch relevanten Gebieten mindestens ein halbes Jahr Tätigkeit auf einer Intensivstation vorgeschrieben.
In den meisten Bundesländern ist inzwischen die Zusatzbezeichnung Vorraussetzung für die Tätigkeit im Notarztdienst. In NRW und Rheinland-Pfalz ist noch die alte Fachkunde ausreichend.
Den Wortlaut der Entschließungen der Kammerversammlung vom 10. März 2018 finden Sie hier



Fortbildungspflicht auch für Notärzte (§5 RettG NRW)
Für nichtärztliches Rettungsdienstpersonal besteht in NRW schon seit längerem eine Fortbildungspflicht von mindestens 30 Sunden im Jahr. Mit der Novellierung des Rettungsdienstgesetzes in Nordrhein Westfalen (RettG NRW) im März 2015  sind nun auch Notärztinnen und Notärzte gesetzlich zur fachspezifischen Fortbildung im Rettungsdienst verpflichtet.  Inhalt und Umfang der Fortbildungspflicht sollen laut §5 RettG NRW die Ärztekammern regeln, dieses ist im Frühjahr 2016 geschehen. Die im Rettungsdienst tätigen Ärztinnen und Ärzte müssen in einem Zweijahreszeitraum mindestens 20 Fortbildungspunkte nachweisen um in Nordrhein-Westfalen als Notärztin/Notarzt tätig sein zu dürfen. Der erste Zweijahreszeitraum endete im April 2018. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter folgenden Link:

Artikel aus dem Rheinischen Ärzteblatt zur Fortbildungspflicht für Notärzte (PDF-Format)

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