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Fortbildung - Vergiftungen
Der Giftnotruf das unbekannte Wesen - When one pill can kill, Vergiftungen im Kindesalter - Todesfälle im Bonner Giftnotruf

If one pill can kill

Das Einsatzstichwort “Intox” erscheint relativ häufig auf dem Melder des Rettungsdienstes. Insbesondere wenn größere Mengen einer toxischen Substanz aufgenommen wurden, die Substanz nicht „alltäglich“ ist oder wenn der Patient ein Kind ist denkt jeder Rettungsdienstler sofort an den „Telefonjoker“ Giftinformationszentrale. Doch was kann diese Institution leisten? Und welche Informationen brauchen die? Im ersten Teil unserer Veranstaltung werden wir dieses „unbekannte Wesen“ einmal genauer vorstellen.

Im zweiten Teil beschäftigen wir uns mit Vergiftungsfällen, bei denen es „darauf ankommt“, bei denen der Rettungsdienst rasch handeln und mit Hilfe der Giftinformationszentrale die richtigen Maßnahmen einleiten muss. Dies gilt insbesondere bei akzidentellen Vergiftungen im Kindesalter, bei denen teilweise eine Tablette schon tödlich sein kann. Weiterhin besprechen wir Todesfälle im Bonner Giftnotruf, Fälle bei denen die Hilfe zu spät kam aber aus denen man lernen kann.



Termin:
Mittwoch 6.Juni 2018 18:00 bis 20:30 Uhr



Veranstaltungsort:
Feuer- und Rettungswache Königswinter - Ausbildungsraum
Bahnhofstr. 45
53639 Königswinter


ACHTUNG: Veranstaltungsort ist KÖNIGSWINTER (Link zu Google-Maps)



Referentin:
Dr. Carola Seidel
Oberärztin und Stellvertretende Leiterin der Giftinformationszentrale des Landes NRW am Zentrum für Kinderheilkundedes Universitätsklinikums Bonn

Die Anerkennung der Veranstaltung für das Fortbildungszertifikat ist bei der Ärztekammer Nordrhein beantragt und sie kann nach § 5 RettG NRW anerkannt werden.


Flyer:
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Ärztekammer lässt Fachkunde Rettungsdienst auslaufen
Am 10. März 2018 hat die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein beschlossen, dass zur Steigerung der präklinischen Versorgungsqualität die Zusatz-Weiterbildung Notfallmedizin als notwendige Vorraussetzung für den Einsatz als Notärztin/Notarzt eingeführt wird. Die Fachkunde Rettungsdienst wird von der Ärztekammer Nordrhein ab dem 01. Januar 2019 nicht mehr erteilt. Inhaber der Fachkunde Rettungsdienst können gemäß Rettungsdienstgesetz NRW (RettG NRW) weiterhin in Nordrhein-Westfalen als Notarzt tätig werden.
Die "Fachkunde Rettungsdienst" als Voraussetzung für den Notarztdienst ist über 30 Jahre alt und hat sich seitdem kaum verändert. Die Bundesärztekammer (BÄK) empfahl am 16.9.1983 den Landesärztekammern, ab 1984 einen "Fachkundenachweis Rettungsdienst‘" einzuführen. In den folgenden Jahren wurde diese Empfehlung von allen Landesärztekammern umgesetzt. Die "Zusatzbezeichnung Notfallmedizin" wurde 2003 durch den deutschen Ärztetag in die Musterweiterbildungsordnung eingeführt.
Die Anforderungen an den Notarztdienst sind ständig gestiegen. Die DIN schreibt unter anderem ein 12-Kanal-EKG und ein Intensivbeatmungsgerät mit der Möglichkeit zur nichtinvasiven Beatmung (NIV) auf dem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) vor. Eigentlich dürfte die Ausbildung in diese Techniken für Noztärztinnen und Notärzte kein wirkliches Problem darstellen, denn in der Weiterbildungsordnung ist in allen notfallmedizinisch relevanten Gebieten mindestens ein halbes Jahr Tätigkeit auf einer Intensivstation vorgeschrieben.
In den meisten Bundesländern ist inzwischen die Zusatzbezeichnung Vorraussetzung für die Tätigkeit im Notarztdienst. In NRW und Rheinland-Pfalz ist noch die alte Fachkunde ausreichend.
Den Wortlaut der Entschließungen der Kammerversammlung vom 10. März 2018 finden Sie hier



Fortbildungspflicht auch für Notärzte (§5 RettG NRW)
Für nichtärztliches Rettungsdienstpersonal besteht in NRW schon seit längerem eine Fortbildungspflicht von mindestens 30 Sunden im Jahr. Mit der Novellierung des Rettungsdienstgesetzes in Nordrhein Westfalen (RettG NRW) im März 2015  sind nun auch Notärztinnen und Notärzte gesetzlich zur fachspezifischen Fortbildung im Rettungsdienst verpflichtet.  Inhalt und Umfang der Fortbildungspflicht sollen laut §5 RettG NRW die Ärztekammern regeln, dieses ist im Frühjahr 2016 geschehen. Die im Rettungsdienst tätigen Ärztinnen und Ärzte müssen in einem Zweijahreszeitraum mindestens 20 Fortbildungspunkte nachweisen um in Nordrhein-Westfalen als Notärztin/Notarzt tätig sein zu dürfen. Der erste Zweijahreszeitraum endete im April 2018. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter folgenden Link:

Artikel aus dem Rheinischen Ärzteblatt zur Fortbildungspflicht für Notärzte (PDF-Format)

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