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Fortbildung - Polizeiliche Lagen im Notarztdienst
Beispiel Amoklage


Erfurt, Emsdetten, Winnenden, drei Orte, bei denen sich Amoktaten ins kollektive Gedächtnis gebrannt haben. Aber auch in unserer Nähe hat sich beinahe ein Amoklauf ereignet: im Mai 2009 hat eine mutige Schülerin in St. Augustin schlimmeres verhindert.

Die zuerst am Tatort eintreffenden Polizeibeamten müssen in der „Sofortinterventions-Phase“ bei Amok- oder Terrorlagen schnell und offensiv handeln bevor vorbereitete Strukturen der Polizeieinsatzleitung, der die Einsatzleitungen von Feuerwehr und Rettungsdienst unterstellt sind, aufgebaut werden können. Aus Polizeisicht ist das Ziel Täter möglichst schnell zu isolieren und handlungsunfähig zu machen.

Kommissarischer OrgL/LNA (ersteintreffendes NEF) müssen anders als bei anderen MANV-Lagen agieren. Werden Patienten aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich in einem gesicherten Bereich von der Polizei übernommen, gilt das Prinzip „load and go“ damit im sicheren Bereich Behandlung stattfinden kann. Stationäre Strukturen (z.B. Verletztenablage, Behandlungsplatz) dürfen nur in enger Absprache mit der Polizei etabliert werden um ggf. bei Lageänderung (z.B. Täterbewegung) reagieren zu können.



Termin:
Mittwoch 5. September 2018 18:00 bis 20:30 Uhr



Veranstaltungsort:
Feuer- und Rettungswache Troisdorf
- Ausbildungsraum -
Larstr. 2
53844 Troisdorf


ACHTUNG: Veranstaltungsort ist TROISDORF (Link zu Google-Maps)



Referent:
Dirk Engstenberg
Kreisbrandmeister, Rhein-Sieg-Kreis

Die Anerkennung der Veranstaltung für das Fortbildungszertifikat ist bei der Ärztekammer Nordrhein beantragt und sie kann nach § 5 RettG NRW anerkannt werden.


Flyer:
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Ärztekammer lässt Fachkunde Rettungsdienst auslaufen
Am 10. März 2018 hat die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein beschlossen, dass zur Steigerung der präklinischen Versorgungsqualität die Zusatz-Weiterbildung Notfallmedizin als notwendige Vorraussetzung für den Einsatz als Notärztin/Notarzt eingeführt wird. Die Fachkunde Rettungsdienst wird von der Ärztekammer Nordrhein ab dem 01. Januar 2019 nicht mehr erteilt. Inhaber der Fachkunde Rettungsdienst können gemäß Rettungsdienstgesetz NRW (RettG NRW) weiterhin in Nordrhein-Westfalen als Notarzt tätig werden.
Die "Fachkunde Rettungsdienst" als Voraussetzung für den Notarztdienst ist über 30 Jahre alt und hat sich seitdem kaum verändert. Die Bundesärztekammer (BÄK) empfahl am 16.9.1983 den Landesärztekammern, ab 1984 einen "Fachkundenachweis Rettungsdienst‘" einzuführen. In den folgenden Jahren wurde diese Empfehlung von allen Landesärztekammern umgesetzt. Die "Zusatzbezeichnung Notfallmedizin" wurde 2003 durch den deutschen Ärztetag in die Musterweiterbildungsordnung eingeführt.
Die Anforderungen an den Notarztdienst sind ständig gestiegen. Die DIN schreibt unter anderem ein 12-Kanal-EKG und ein Intensivbeatmungsgerät mit der Möglichkeit zur nichtinvasiven Beatmung (NIV) auf dem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) vor. Eigentlich dürfte die Ausbildung in diese Techniken für Noztärztinnen und Notärzte kein wirkliches Problem darstellen, denn in der Weiterbildungsordnung ist in allen notfallmedizinisch relevanten Gebieten mindestens ein halbes Jahr Tätigkeit auf einer Intensivstation vorgeschrieben.
In den meisten Bundesländern ist inzwischen die Zusatzbezeichnung Vorraussetzung für die Tätigkeit im Notarztdienst. In NRW und Rheinland-Pfalz ist noch die alte Fachkunde ausreichend.
Den Wortlaut der Entschließungen der Kammerversammlung vom 10. März 2018 finden Sie hier



Fortbildungspflicht auch für Notärzte (§5 RettG NRW)
Für nichtärztliches Rettungsdienstpersonal besteht in NRW schon seit längerem eine Fortbildungspflicht von mindestens 30 Sunden im Jahr. Mit der Novellierung des Rettungsdienstgesetzes in Nordrhein Westfalen (RettG NRW) im März 2015  sind nun auch Notärztinnen und Notärzte gesetzlich zur fachspezifischen Fortbildung im Rettungsdienst verpflichtet.  Inhalt und Umfang der Fortbildungspflicht sollen laut §5 RettG NRW die Ärztekammern regeln, dieses ist im Frühjahr 2016 geschehen. Die im Rettungsdienst tätigen Ärztinnen und Ärzte müssen in einem Zweijahreszeitraum mindestens 20 Fortbildungspunkte nachweisen um in Nordrhein-Westfalen als Notärztin/Notarzt tätig sein zu dürfen. Der erste Zweijahreszeitraum endete im April 2018. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter folgenden Link:

Artikel aus dem Rheinischen Ärzteblatt zur Fortbildungspflicht für Notärzte (PDF-Format)

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