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Fortbildung
Unfälle im Gleisbereich der Bahn - Elektrounfälle

Foto Bundespolizei

Im Bahnbereich sind besondere Gefahren zu beachten. Um einige zu nennen: Geschwindigkeiten der Züge von bis zu 300 km/h erfordern lange Bremswege und erzeugen erhebliche Sog- und Druckwirkungen. Die Hochspannungsleitungen können ihre Energie schon ab einem bestimmten Abstand im Lichtbogen abgeben. Haben diese Leitungen Bodenkontakt gelten sogar Sicherheitsabstände von etlichen Metern. Die Bahn besitzt eigene Notfallleitstellen, die über die Feuer- und Rettungsleitstelle für erste Maßnahmen ansprechbar sind. Innerhalb von 30 Minuten steht in der Regel auch ein Notfallmanager als Bahnseitiger Einsatzleiter vor Ort zur Verfügung.

Neben der Einsatztaktik wollen wir uns bei dieser Fortbildung aber auch die Elektrounfälle genauer ansehen. Wärend bei Niederspannung vor allem maligne Herzrhythmusstörungen befürchtet wer-den haben Patienten bei Hochspannungs-unfällen zusätzlich oft Verbrennungen mit großen, nicht immer offensichtlichen Muskelnekrosen und mechanische Verletzungen. Am zentralen und peripheren Nervensystem kann es zu Bewusstseinsverlust, Lähmungen, autonomer Dysfunktion und respiratorischem Versagen kommen.



Termin:
Mittwoch 27. November 2019 18:00 bis 20:30 Uhr



Veranstaltungsort:
Feuer- und Rettungswache Königswinter - Ausbildungsraum
Bahnhofstr. 45
53639 Königswinter


ACHTUNG: Veranstaltungsort ist KÖNIGSWINTER (Link zu Google-Maps)


Referenten:
BA Eric Lambertz
Ausbilder, Lehrrettungsassistent, OrgL und Einsatzleiter, Berufsfeuerwehr Bonn

Dr. Rainer Müller
Oberarzt Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, Klinikum Köln Merheim
Ärztliche Standortleitung Rheinbach und Leitender Notarzt im Rein Sieg Kreis


Die Anerkennung der Veranstaltung für das Fortbildungszertifikat ist bei der Ärztekammer Nordrhein beantragt und sie kann nach § 5 RettG NRW anerkannt werden.
In Rheinland Pfalz zertifiziert (BI) als Rettungsdienstfortbildung (FRRP).


Flyer:
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Ärztekammer Nordrhein lässt Fachkunde Rettungsdienst auslaufen
Am 10. März 2018 hat die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein beschlossen, dass zur Steigerung der präklinischen Versorgungsqualität die Zusatz-Weiterbildung Notfallmedizin als notwendige Vorraussetzung für den Einsatz als Notärztin/Notarzt eingeführt wird. Die Fachkunde Rettungsdienst wird von der Ärztekammer Nordrhein ab dem 01. Januar 2019 nicht mehr erteilt. Inhaber der Fachkunde Rettungsdienst können gemäß Rettungsdienstgesetz NRW (RettG NRW) weiterhin in Nordrhein-Westfalen als Notarzt tätig werden.
Die "Fachkunde Rettungsdienst" als Voraussetzung für den Notarztdienst ist über 30 Jahre alt und hat sich seitdem kaum verändert. Die Bundesärztekammer (BÄK) empfahl am 16.9.1983 den Landesärztekammern, ab 1984 einen "Fachkundenachweis Rettungsdienst‘" einzuführen. In den folgenden Jahren wurde diese Empfehlung von allen Landesärztekammern umgesetzt. Die "Zusatzbezeichnung Notfallmedizin" wurde 2003 durch den deutschen Ärztetag in die Musterweiterbildungsordnung eingeführt.
Die Anforderungen an den Notarztdienst sind ständig gestiegen. Die DIN schreibt unter anderem ein 12-Kanal-EKG und ein Intensivbeatmungsgerät mit der Möglichkeit zur nichtinvasiven Beatmung (NIV) auf dem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) vor. Eigentlich dürfte die Ausbildung in diese Techniken für Noztärztinnen und Notärzte kein wirkliches Problem darstellen, denn in der Weiterbildungsordnung ist in allen notfallmedizinisch relevanten Gebieten mindestens ein halbes Jahr Tätigkeit auf einer Intensivstation vorgeschrieben.
In den meisten Bundesländern ist inzwischen die Zusatzbezeichnung Vorraussetzung für die Tätigkeit im Notarztdienst. In NRW und Rheinland-Pfalz ist noch die alte Fachkunde ausreichend.
Den Wortlaut der Entschließungen der Kammerversammlung vom 10. März 2018 finden Sie hier



Fortbildungspflicht auch für Notärzte (§5 RettG NRW)
Für nichtärztliches Rettungsdienstpersonal besteht in NRW schon seit längerem eine Fortbildungspflicht von mindestens 30 Sunden im Jahr. Mit der Novellierung des Rettungsdienstgesetzes in Nordrhein Westfalen (RettG NRW) im März 2015  sind nun auch Notärztinnen und Notärzte gesetzlich zur fachspezifischen Fortbildung im Rettungsdienst verpflichtet.  Inhalt und Umfang der Fortbildungspflicht sollen laut §5 RettG NRW die Ärztekammern regeln, dieses ist im Frühjahr 2016 geschehen. Die im Rettungsdienst tätigen Ärztinnen und Ärzte müssen in einem Zweijahreszeitraum mindestens 20 Fortbildungspunkte nachweisen um in Nordrhein-Westfalen als Notärztin/Notarzt tätig sein zu dürfen. Der erste Zweijahreszeitraum im Kammerbereich Nordrhein endete ursprünglich  im April 2018, wurde aber in den "Amtlichen Bekanntmachungen der Ärztekammer Nordrhein" (Rheinisches Ärzteblatt / Heft 5 / 2018) auf den 31. März 2020 verlängert. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter folgenden Links:

Artikel aus dem Rheinischen Ärzteblatt zur Fortbildungspflicht für Notärzte
Rheinisches Ärzteblatt / Heft 8 / 2017 (PDF-Format)


Amtliche Bekanntmachung der ÄKNO Rheinisches Ärzteblatt / Heft 5 / 2018 (PDF-Format)

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